Achtung vor dem Leben

»Tiere sind Freunde - und kein Essen!«

Tier- und Naturschutzunterricht ist an unserer Schule Unterrichtsprinzip. Nicht nur das Wissen und Erkunden steht dabei allein im Mittelpunkt, sondern auch das Mit-Erleben der Abläufe in der Natur.
Damit lernen die Schülerinnen und Schüler den Menschen, die Natur und die Tierwelt als Einheit zu sehen, als ein Bestandteil des eigenen Lebens. Der Charakter wird dadurch positiv geformt. Achtung, Freude und Mitgefühl für die gesamte Schöpfung wird bei den Kindern und Jugendlichen angesprochen.

Schon in der Grundschule ist Naturkunde ein wichtiger Bestandteil der Woche.
Die Lehrerinnen und Lehrer gehen mit den Mädchen und Jungen einmal wöchentlich raus in den Wald oder auf die Wiese. Dort erleben sie die Natur: Lauschen, riechen, schmecken, sehen, staunen, hören, sammeln... Alle Sinne werden aktiviert. Das Bewusstsein für das Erhalten und Schützen der wunderbaren Umgebung gerade hier im Spessart wird geschärft. Und sicherlich erleichtert viel Bewegung das Lernen: Lesen, Schreiben und Rechnen.

In den höheren Klassen gibt es Tier- und Naturschutzunterricht. In einer 6. Klasse wurden beispielsweise einmal pro Woche folgende Themen besprochen:

Aktiven Natur- und Tierschutz erleben die Kinder und Jugendlichen beim Besuch auf dem friedvollen Land der Gabriele-Stiftung, dem Gnadenland Heimat für Tiere:

Informationen: Gabriele Stiftung - das Saamlinische Werk der Nächstenliebe an Natur und Tieren
Gnadenland Heimat für Tiere
Max-Braun-Str. 2, 97828 Marktheidenfeld
Internet: www.gabriele-stiftung.de

Tier- und Naturschutz

Ausflug zum friedvollen Land

Heute sind wir auf das friedvolle Land gefahren. Dort haben wir eine kleine Führung bekommen. Wir liefen zuerst den Berg hoch und gingen dann an einer Sukzessionsfläche (= Entwicklungsfläche) vorbei. Hier wird die Wiese nicht bearbeitet oder genutzt, sondern einfach sich selber überlassen. Es kann wachsen, was will - und in ein paar Jahrzehnten werden dort auch Bäume stehen. Dann sind wir in den Wald gekommen. Dort war es viel kühler und wirklich schön. Die Bäume standen nicht so dicht und überall wuchs Gras. Mir hat es hier am besten gefallen. Danach liefen wir weiter zu den Hinterwäldern und den fränkischen Kühen. Max, Moritz und Lisa waren Fränkische Rinder. Sie waren total groß, aber trotzdem süß. Wir haben sie mit Apfelstückchen gefüttert und sind dann wieder zum Hof gelaufen. Mir hat der Ausflug gut gefallen, auch wenn es sehr heiß war. Zum Glück haben wir noch etwas zu trinken und zu essen bekommen.
Larissa, 13 Jahre  
Martin hat uns erklärt, dass auf dem friedvollen Land keine chemischen Mittel verwendet werden. Sie haben dort eine riesige Wiese, die so wachsen darf, wie sie will. Sie heißt Sukzessionsfläche. Dort leben ganz viele kleine Lebewesen. Martin hat gesagt, nach vielen Jahren wird diese Wiese wieder ein Wald. Wir sind auch in den Wald gegangen, dort war es sehr schön und vor allem kühl.
Sie haben dort auch sehr viele »Benjes-Hecken«. Sie dienen den Tieren zum Schutz. Am Anfang wird eine riesige Menge totes Holz aufgeschüttet. Dort sammeln sich viele Vögel. Sie bringen Samen von Büschen und Bäumen. Nach drei oder vier Jahren ist es eine voll durchwachsene Fläche.
Wir sind auch zu den Kühen gegangen. Renate sagte uns, die größte Kuh isst vier Quadratmeter Wiese am Tag.
Äneas, 13 Jahre