Handy und Elektrosmog
Handy – Elektrosmog
Am Mittwoch, den 05. April 2006 lud unsere Schule alle Eltern zu einem hörenswerten Vortrag ein. Der Arzt Dr. Carsten Wirr und der EDV- Fachmann Markus Rauth referierten über das aktuelle Thema „Handy und Elektrosmog“.
Alle wesentlichen Fakten hierzu sind übrigens auch unter www.buergerwelle.de nachzulesen.
In Deutschland gibt es mittlerweile kaum noch einen Fleck, der nicht mit dem Handy zu erreichen wäre. So hat die BRD mittlerweile die zweithöchste Mobilfunkdichte in Europa. Das Handy ist heute nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Es ist praktisch und es macht einfach Spaß damit zu telefonieren.
Allerdings ist das schnurlose Telefonieren nicht ohne Nebenwirkungen zu haben!
Schädliche Auswirkungen
* Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), traf die Aussage: "Kinder befinden sich noch in der Wachstumsphase und reagieren deshalb gesundheitlich empfindlicher. Wir haben hier eine besondere Verpflichtung zur Vorsorge".
* Mittlerweile sind 20 % der Kinder Ritalin – abhängig. Enge Zusammenhänge zwischen der Symptomatik von ADS und dem Handyfunk wurden mittlerweile an der Uni Bern in der Schweiz nachgewiesen. Die Bestrahlung mit elektromagnetischen Hochfrequenzfeldern führt bei Kindern zu schwerwiegenden Konzentrations- und Lernschwächen.
* Handys stehen auch in dringendem Verdacht, Hirntumore zu erzeugen. Das weiß die Welt spätestens seit einigen spektakulären Prozessen in den USA.
* Auch Veränderungen von Zellinformationen im Erbgut, die durch die intensive Strahlung entstehen, können krebsfördernd wirken.
* Weiterhin liegen Studien über die Beeinträchtigung der Blut-Him-Schranke vor. D.h. Schlacken aus dem Blut können leichter in das Gehirn eindringen und dieses in seiner Leistungsfähigkeit schwächen.
* Schlafstörungen sind in der Nähe von Sendeanlagen möglich. Dazu gehören auch die tragbaren, schnurlosen Haustelefone mit ihren starken Sendern.
* Jeder zweite Handy-Benutzer klagt über Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, Müdigkeit und Kopfweh.
* Je häufiger ein Handy benutzt wird, desto größer ist die Gefahr der Trübung der Augenlinse, sprich: von grauem Star.
* Schon länger ist bekannt, dass die Hochfrequenz-Strahlung der Handys Körpergewebe aufheizen kann. Das ist vor allem für schlecht durchblutete Organe wie das Auge oder die Hoden gefährlich, weil sie wenig Möglichkeit zum Temperaturausgleich haben. Auge, Hodengewebe und Spermatozoen sind gegenüber Hochfrequenz-Bestrahlung am empfindlichsten.
Die Referenten stellten nun die Frage, warum diese Nebenwirkungen des Handys nicht intensiv in der Öffentlichkeit diskutiert würden. Warum halten sich Regierungsstellen, z.B. das Amt für Strahlenschutz, so sehr zurück? Die Vortragenden kamen zu dem Schluss, dass die Bundesregierung nicht auf der einen Seite für ca. 5 Mrd. € Lizenzen an die Handybetreiber im Jahr 2000 verkaufen und dann wenig später wieder dagegen vorgehen kann.
Vorsorge
Nun folgten einige Tipps zum verantwortungsbewussten Umgang mit dem Handy.
* Gespräche sollten kurz geführt werden und nur wesentliche Dinge besprochen werden. Man kann die Handystrahlung im weitesten mit der Hitzestrahlung einer angeschalteten Herdplatte vergleichen. Wenn man die Hand nur kurz darüber hält, passiert nichts.
* Um so weiter das Handy vom Kopf weg ist, um so besser. Es sind also Headsets zu empfehlen.
* Wenn das Handy die Verbindung aufbaut, dann ist die Strahlung am stärksten. Man sollte das Gerät nicht gleich ans Ohr halten, sondern erst einen Augenblick abwarten, bis die Verbindung aufgebaut ist.
* Das Telefonieren im Auto ohne Handyantenne außen am Wagen ist nicht anzuraten. Die Strahlung verstärkt sich im geschlossenen Fahrzeug auch noch!
* Jede Schule in England erhielt von der Britischen Regierung die schriftliche Empfehlung, Schülern unter 16 Jahren vom Mobilfunk mit dem Handy abzuraten, d.h. Kinder und Jugendliche sollten so lange wie möglich Handys nicht oder kaum benutzen.
* Als wesentliche Vorsorge erwähnte der Arzt die Tatsache, dass ein gestresster Mensch, der mit Problemen beladen ist, natürlich viel anfälliger ist gegen jede Art von schädlichem Umwelteinfluss, als ein Mensch, der gelernt hat, mehr in einer gewissen Harmonie zu leben.
Nach Abschluss des Referats wurden viele Fragen gestellt. So waren sich die anwesenden Eltern und Pädagogen einig, dass in der heutigen Zeit Aufklärung über das Handy sein muss, aber auch im Umgang damit ein Mittelweg gefunden werden sollte. Der Vorschlag, den Vortrag auch in den neunten und zehnten Klassen vor den Schülern zu halten, wurde gerne aufgenommen.