Suchtprävention für Jugendliche
Am Mittwoch, den 16. April referierte Herr Klaus Hofmann, Polizeibeamter und wieder- gewählter Bürgermeister unserer Gemeinde Esselbach, im gut besetzten Speisesaal fast zwei Stunden lang über ein Thema, das Jugendlichen und Eltern gleichermaßen unter den Nägeln brennt:
Suchtprävention- Wie kann ich mein Kind schützen?
Herr Klaus Hofmann hob in seinem Vortrag besonders hervor, dass dieses Problem nur in Zusammenarbeit mit den Eltern zu lösen sei. Das Wichtigste sei darum in der Erziehung stets – und besonders in der beginnenden Pubertät - im Gespräch mit den Heranwachsenden zu sein und zu bleiben. Die Eltern sollten in keinem Fall die Augen schließen, sondern sich z.B. auch nicht scheuen, ab und zu in das Zimmer der Jugendlichen zu schauen.
Sollte ein berechtigter Verdacht entstehen, gäbe es mittlerweile gute Drogenberatungsstellen. Man könne sich aber auch im Fall der Fälle immer vertrauensvoll und anonym an die Polizei wenden. Mit Drogen, legalen oder illegalen, kommen Kinder und Jugendliche heutzutage leider unvermeidbar in Berührung. Schon der Alkoholmissbrauch mache den Polizisten Sorgen, so Klaus Hofmann. Selbst hier im ländlichen Raum vergehe kaum eine Veranstaltung, nach der nicht mindestens ein Jugendlicher zwischen 13 und 16 Jahren ins Krankenhaus eingeliefert werden müsse, um den Magen ausgepumpt zu bekommen. Besonders gefährlich sei seit Neuestem das Liquid Ecstasy, das immer häufiger Jugendlichen einfach in ihr unbeaufsichtigtes Glas geschüttet werde. Es wirke eine Stunde berauschend, doch die unangenehmen Wirkungen können bis zu 30 Stunden anhalten. Nach der Einnahme sei man oft völlig willenlos und würde auch schnell davon abhängig.
„Lasst also bitte in den Discos nie ein Getränk unbeaufsichtigt stehen“, riet der Vortragende den anwesenden Schülerinnen und Schülern.
Im Anschluss bedankte sich der Schulleiter für den engagierten Vortrag. Dabei gab er zu bedenken, dass sicher auch schon im Vorfeld eines möglichen Drogenkonsums viel getan werden könne – besonders auch in der Schule, damit die Heranwachsenden ein starkes Selbstwertgefühl aufbauen können, um gar nicht erst in Versuchung zu kommen, Drogen nehmen zu wollen.
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