Von der Schule aus starteten 20 unternehmungslustige Schülerinnen und Schüler mit ihrem Lehrer und einer Mutter ihre Wanderung zur Ausflugshütte Sylvan mitten im Spessart. Die Viertklässler zogen abwechselnd zwei Leiterwägen, auf denen sich der Proviant und die Schlafsäcke befanden. Alles weitere transportierten die Schüler in ihren Rucksäcken. Nach dreieinhalb Stunden Fußmarsch erreichte die Gruppe müde, aber freudig ihr Ziel. Die Sylvanhütte liegt acht Kilometer von der Schule entfernt im Wald. Dort wurde nach kurzer Stärkung das große Matratzenlager bezogen. Nach dem Befeuern des Kachelofens und dem gemeinsamen Abendessen unternahmen die Kinder eine Nachtwanderung. Es war schon stockdunkel und nur Taschenlampenlicht konnte den Weg um Pfützen herum zeigen. Das erforderte für manche einigen Mut. Zum Teil Hand in Hand oder allein suchte sich jeder seinen Weg. Nach der Rückkehr zur Wanderhütte wünschte sich die Gruppe ein Lagerfeuer, an dem viele Geschichten erzählt wurden. Dann fielen die Kinder erschöpft und glücklich in ihre Betten und schliefen fest bis zum nächsten Morgen. Für viele Kinder war die Morgentoilette eine Überwindung, denn das Wasser in der urigen Hütte war kalt. Nach dem Frühstück mit frischen Brötchen, die eine Mutter extra mit dem Fahrrad gebracht hatte, ging es zurück in die „Zivilisation“. Der Heimweg war nun viel schneller als der Hinweg, denn die Kinder hatten sich mittlerweile geeinigt, wie ein Bollerwagen gemeinsam am besten zu ziehen ist. In der Schule angekommen, wurden sie von anderen Klassen fröhlich begrüßt und ausführlich nach ihren Erlebnissen befragt.