Projekt Klimaschutz ausgezeichnet
M9 erringt Preis zum Schülerwettbewerb zur politischen Bildung
Der Klimawandel und seine dramatischen Folgen beherrschen als brandaktuelles politisches Thema immer wieder die Medien sowie Konferenzen von Staatsmännern. Im Rahmen des alljährlichen Schülerwettbewerbs der Bundeszentrale für politische Bildung machte die Klasse M9 der Privatschule LERN MIT MIR in einer Dokumentation Vorschläge, wie auf politischer Ebene und durch das Konsumverhalten ein wirkungsvoller Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden kann. Nun kam die erfreuliche Nachricht: Die Klasse M9 aus Esselbach gehört zu den Siegern des diesjährigen Wettbewerbs. Die Jugendlichen wurden mit einer Urkunde und einem Klassensatz Jugendbücher ausgezeichnet. Im Projekt „Klimaschutz“ wählten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Schwerpunkte zu diesem Thema aus. Diese wurden zu zweit oder zu dritt in acht Gruppen bearbeitet. Der Fächerunterricht wurde hierzu teilweise aufgelöst, so dass die Klasse mehrere Stunden am Stück im Computerraum arbeiten konnte. Jede Gruppe recherchierte in Zeitungsartikeln und im Internet und erarbeitete eine Seite für die Dokumentation.
Die Schülerinnen und Schüler waren betroffen, als sie zusammentrugen, was alles passieren kann, wenn gegen den Klimawandel nichts getan wird: Ansteigen der weltweiten Temperaturen, Schmelzen der Pole, Überschwemmungen, Ernteausfälle, Dürren, Hungersnöte, Massenflucht.
Bei ihren Recherchen stießen die Schülerinnen und Schüler auf die World Watch-Studie 2009: Diese kommt zu dem Ergebnis, dass etwa die Hälfte der menschenverursachten Treibhausgase in der Massentierhaltung und der Verarbeitung von Tierprodukten entstehen. Und sie staunten, als sie feststellten, wie viel es bringen kann, wenn nur einem Tag in der Woche kein Fleisch gegessen wird. Es ist also nicht nur wichtig, Energie zu sparen und weniger Auto zu fahren – die Ernährung spielt eine große Rolle.
Die Schlussfolgerung der Jugendlichen: Aktiver Klimaschutz ist doch gar nicht so schwer und muss nicht viel Geld kosten – so auch wenn die Menschen weniger oder am besten gar kein Fleisch essen.
Mit ihrer Dokumentation machten sie einige unkonventionelle Vorschläge, wie ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz aussehen könnte: auf politischer Ebene durch die Einführung einer Fleischsteuer, auf lokalpolitischer Ebene durch die Einführung „fleischfreier Wochentage“ und zum klimafreundlichen Konsumverhalten, durch das jeder einzelne aktiven Klimaschutz beitragen kann.
Die Ergebnisse der Dokumentation präsentierten die Neuntklässler mit einer Powerpoint-Präsentation beim Schulfest einem größeren Publikum. Zur Freude der Jugendlichen zeichnete die Bundeszentrale für politische Bildung das Engagement nun mit einer Urkunde und Buchpreisen aus.


