»Die Ganztagsschule ist eine notwendige Voraussetzung für ein erfolgreiches Schulsystem«, sagt Bildungsforscher Andreas Schleicher, Koordinator der PISA-Studie. Dabei muss die Ganztagsschule mehr sein als nur Kinderverwahranstalt am Nachmittag: »Über 70 Prozent der Eltern wüssten ihre Sprösslinge gern auch am Nachmittag in der Schule. Sie erwarten neben praktischer Rundumbetreuung vor allem möglichst viele sinnstiftende Angebote für ihren Nachwuchs.«
(SPIEGEL SPECIAL Reformwerkstatt Schule 3/2004)  
»Die alternative sinnvolle Nachmittagsgestaltung ist wichtiger denn je«, sagt der Hirnforscher Manfred Spitzer (in FOCUS-SCHULE 01/2004). Wenn Kinder am Nachmittag eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung haben, wird der Medienkonsum automatisch gesenkt. Zu viel Fernsehen und Computer schadet bekanntlich dem Lernen. Dagegen ist »Bewegung einer der stärksten Stimulatoren für die Gehirnentwicklung bei Kindern«, so der Hirnforscher Martin Korte vom Max-Planck-Institut.  

Pflege des Schulgartens

Und so sieht das Modell »Integrierte Ganztagsschule« bei uns aus:

Die Jungen und Mädchen entdecken und entfalten ihre Fähigkeiten und Talente durch die vielfältigen Ganztagsangebote. So werden Schwächen in anderen Bereichen ausgeglichen und ein gesundes Selbstwertgefühl wird aufgebaut. Dies wirkt sich dann wiederum auf Lernfreude und Motivation in den anderen Bereichen aus.

Aus den Arbeits- und Interessengemeinschaften am Nachmittag entwickeln sich oftmals Hobbys und Freizeitaktivitäten über die Schule hinaus, z.B. in Sport- und Schwimmvereinen, in einer Tanzwerkstatt, bei den Tieren auf dem Gnadenhof oder im Projekt »Kinder und Pferde«.